Albertbr├╝cke Dresden

Die Albertbr├╝cke ist einer der 3 Elbbr├╝cken in der Dresdner Innenstadt. Sie ist die ├Âstliche der 3 ├Ąltesten Br├╝cken von Dresden und ist f├╝r Kraftfahrzeuge und Stra├čenbahnen sowie Fu├čg├Ąnger offen und verbindet somit Dresden Neustadt mit dem Stadtteil Johannstadt ├╝ber die Elbe.

Ihren Namen erhielt die Albertbr├╝cke durch den zum Bau von 1975 – 1877 regierenden K├Ânig Albert. Im April 1946 wurde die Albertbr├╝cke in Br├╝cke der Einheit umbenannt, erst nach der Wiedervereinigung am 03.10.1990 bekam sie wieder ihren urspr├╝nglichen Namen.

Die Albertbr├╝cke und ihre Geschichte

Der Bau der Br├╝cke nach Pl├Ąnen und unter der Leitung von Stadtbau-Oberingenieur Karl Manck begann am 14. Juni 1875. Am 19. November 1877 folgte die Einweihung als K├Ânig-Albert-Br├╝cke. Am 7. Mai 1945 wurden auf jeder Br├╝ckenseite drei B├Âgen gesprengt. Der Wiederaufbau mit verkleideten Stahlbetonb├Âgen wurde im Juli 1946 abgeschlossen.

Albertbr├╝cke um 1890
Albertbr├╝cke um 1890

Am 14.6.1875 wurde mit dem Bau der Albertbr├╝cke begonnen. Die Leitung des Baus hatte der Architekt und Stadtbau-Oberingenieur Karl Manck. Die Br├╝cke wurde am 19.11.1877 fertiggestellt und mit dem Namen Albertbr├╝cke er├Âffnet.

Erst im Jahre 1902 wurde durch Ernst Moritz Geyger der bekannte Bogensch├╝tze, eine Bronzefigur am Neust├Ądter Elbufer, erschaffen. Die ├╝berlebensgro├če Bronzefigur (ein Denkmal f├╝r die Dresdner Bogensch├╝tzen) befindet sich am Neust├Ądter Elbufer zwischen Albertbr├╝cke und Carolabr├╝cke. Die Statue des Bogensch├╝tzen geht auf die mittelalterliche Wehrverfassung zur├╝ck, bei der jeder wehrf├Ąhige B├╝rger zum Kriegsdienst, zur Stadtverteidigung und dementsprechend regelm├Ą├čig zur ├ťbung im Waffenhandwerk verpflichtet war.

Am 7. Mai 1945, einen Tag vor Kriegsende, sprengte die Deutsche Wehrmacht auf jeder Seite der Elbe 3 B├Âgen der Albertbr├╝cke. Dadurch sollte die Br├╝cke f├╝r die Rote Armee unpassierbar werden.

Schon im Sommer nach Kriegsende begannen die Dresdner, die Tr├╝mmer der gesprengten Br├╝ckenb├Âgen zu ber├Ąumen. Kurz darauf konnte eine kleine Behelfsbr├╝cke aus Holz f├╝r Fu├čg├Ąnger errichtet und er├Âffnet werden. Dadurch war es im Januar 1946 wieder m├Âglich von Dresden Neustadt in die Johannstadt zu gehen. Noch im gleichen Jahr wurden wieder alle B├Âgen der Augustusbr├╝cke geschlossen und so konnte sie im Sommer 1946 unter den Namen Br├╝cke der Einheit f├╝r den Verkehr freigegeben werden. Die ├änderung des Br├╝ckennamens sollte allerdings kein Zeichen gegen die drohende Teilung Deutschlands sein, Grund daf├╝r war die drei Monate zuvor erfolgte (nicht ganz freiwillige) Vereinigung von KPD und SPD.

1990 entschloss sich der Stadtrat, der Br├╝cke wieder ihren urspr├╝nglichen Namen zu geben. Seit dem ist und bleibt es die Albertbr├╝cke.

Was ist an der Albertbr├╝cke besonders?

Elbtreidler, auch Bom├Ątscher genannt
Elbtreidler Relief (auch Bom├Ątscher genannt)

Die Albertbr├╝cke beeindruckt nicht nur durch ihr Erscheinungsbild und durch die damalige Baukunst, auf ihr lassen sich auch zahlreiche Kunstwerke entdecken. Auf dem Pfeiler in der Mitte verzieren stromaufw├Ąrts ein Portr├Ąt des K├Ânig Albert und stromabw├Ąrts das Stadtwappen von Dresden die Albertbr├╝cke. Diese Kunstwerke, die auch heute noch erhalten sind, wurden aus italienischem Carrara-Marmor gefertigt. Im Rahmen der Gestaltung des K├Ânigsufers in Dresden erschuf Edmund Moeller auf der Neust├Ądter Seite ein zehn Meter langes Sandsteinrelief. Auf dem Relief sind Elbtreidler, auch Bom├Ątscher genannt, zu sehen. Ein weiteres Relief zeigt das historische Flussleben. Es wurde 1936/1937 von Herrmann Alfred Raddatz geschaffen. Es ist 1,4 Meter hoch und 12 Meter breit.

Zustand der Albertbr├╝cke

Albertbr├╝cke
Albertbr├╝cke heute

Die Zeit geht auch an einer Br├╝cke nicht spurlos vorbei, so war die Sicherheit zeitweise nicht mehr gew├Ąhrleistet. Besonders die Gel├Ąnder der Br├╝cke wurden immer unsicherer und unter der Br├╝cke drohte teilweise der spr├Âde Sandstein abzubrechen. Aus diesem Grund wurde beschlossen, die Geschwindigkeit auf der Br├╝cke auf 30km/h zu begrenzen und die ├Ąu├čeren Geh- und Radwege zur H├Ąlft zu sperren. 2013 wurden Schutzd├Ącher eingerichtet, um die unter der Br├╝cke f├╝hrenden Radwege vor herabfallenden Steinen zu sch├╝tzen.

Mit der Stadtrundfahrt ├╝ber die Albertbr├╝cke

Daten der Albertbr├╝cke Dresden

Br├╝ckenartStra├čenbr├╝cke
Grund der ErrichtungElbe
OrtDresden
KonstruktionBogenbr├╝cke
Anzahl der Br├╝ckenb├Âgen14 (bei Normalwasserstand befinden sich an jedem Ufer f├╝nf davon ├╝ber Land)
BaumaterialSandstein; Gel├Ąnder: Gusseisen
L├Ąnge der Br├╝cke316 m
Breite der Br├╝cke22,20 m
Lichte Weite31 m
Fahrzeuge pro Tagca. 13.800 Kfz, ca. 9.000 Radfahrer, Stra├čenbahn (Linie 6 und 13 mit ca. 23.000 Fahrg├Ąsten pro Tag)
Baubeginn14. Juni 1875
Er├Âffnung19. November 1877

Weitere Br├╝cken in Dresden

Blasewitz-Loschwitzer Br├╝cke (Blaues Wunder)

Eigentlich hei├čt das Blaue Wunder ┬╗Loschwitzer Br├╝cke┬ź, weil sie von Blasewitz ├╝ber die Elbe in den Stadtteil Loschwitz f├╝hrt. Der offizielle Name der Br├╝cke wird aber kaum gebraucht. Zumal es eine wundersch├Âne Geschichte zum Blauen Wunder gibt

Waldschl├Â├čchenbr├╝cke

Lange geplant und immer noch im Mittelpunkt von vielen Diskussionen, die Waldschl├Â├čchenbr├╝cke verbindet die Radeberger Vorstadt mit Johannstadt.

Carolabr├╝cke

Benannt nach K├Ânigin Carola von Wasa-Holstein-Gottorp (1833-1907), Gemahlin von K├Ânig Albert. Die erste Br├╝cke im Stil der Belle ├ëpoque wurde 1892-1895 nach Pl├Ąnen von K. Manck und H. Klette errichtet.

Augustusbr├╝cke

Die Augustusbr├╝cke verbindet die Dresdner Altstadt mit der Neustadt auf der anderen Elbseite. Auf Altst├Ądter Seite schlie├čt sich die katholische Hofkirche mit dem Schlossplatz an. Auf Neust├Ądter Seite liegt unmittelbar am Ende der Br├╝cke das Reiterstandbild ÔÇ×Goldener ReiterÔÇť.

Marienbr├╝cke

Die Marienbr├╝cke verbindet Altstadt und Neustadt. Gebaut wurde sie zur Verst├Ąrkung der Nachbarbr├╝cke, der Augustusbr├╝cke, die nach einem Hochwasser wankte. Neben der Marienbr├╝cke f├╝hrt die einzige Eisenbahnbr├╝cke im Zentrum Dresden ├╝ber die Elbe und verbindet Hauptbahnhof mit dem Bahnhof in Dresden Neustadt.

Fl├╝gelwegbr├╝cke

Die “Kaditzer Br├╝cke”, so ihr offizieller Name, verbindet die Wohnviertel des Dresdner Westens mit Kaditz, Mickten und ├ťbigau. Die gebr├Ąuchliche Bezeichnung Fl├╝gelwegbr├╝cke ist streng genommen nur f├╝r den Bahndurchlass an der Hafenzufahrt des Fl├╝gelwegs vorgenommen worden Der Volksmund ├╝bertrug jedoch diesen Namen auf die in der Flucht des Fl├╝gelweges gelegene Elbbr├╝cke, die offiziell als Kaditzer (Elb-)Br├╝cke bezeichnet wurde.

Autobahnbr├╝cke (mit Radwegen)

Die Autobahn Elbbr├╝cke in Dresden geh├Ârt mit zur Bundesautobahn A4 und ├╝berquert beim Dresdner Stadtteil Kaditz die Elbe und das Vorland mit der B 6 nach Mei├čen und die Bahnstrecke BerlinÔÇôDresden. Die 496 Meter lange Balkenbr├╝cke wurde zwischen 1934 und 1935 als Abschnitt der Reichsautobahn DresdenÔÇôChemnitz errichtet.

Sachsenplatz in Dresden

Mit dem Sachsenplatz befindet sich ein zentraler Platz in Dresden auf der s├╝dlichen Elbseite. Genau auf der Grenze zwischen Pirnaische Vorstadt und der Johannstadt wurde er in den Jahren 1975 bis 1981 mit dem Bau der Albertbr├╝cke angelegt. Der Sachsenplatz ist ├╝ber die Sachsenallee mit dem nahe gelegenen G├╝ntzplatz und ├╝ber die Albertbr├╝cke mit dem Rosa-Luxemburg-Platz verbunden.

Der Elbe-Radweg direkt unter der Albertbr├╝cke

Der Elberadweg ist rund 1.270 Kilometer lang und begleitet die Elbe von ihrer Quelle im tschechischen Sudetengebirge bis nach Cuxhaven, wo sie in die Nordsee m├╝ndet. Es erstreckt sich ├╝ber eine Gesamtstrecke von 1.091 Kilometern von der Quelle, wo die Elbe noch als “Labe” bezeichnet wird, bis zur Flussm├╝ndung. Ein Drittel der Flussl├Ąnge schl├Ąngelt sich durch die Tschechische Republik, w├Ąhrend die restlichen 727 Kilometer ├╝ber Norddeutschland zum Meer flie├čen.

Raddampfer der Wei├čen Flotte

 

Schaufelraddampfer der Wei├čen Flotte auf der Elbe fahren von der herrlichen Kulisse des Dresdner Terrassenufers ├╝ber die “S├Ąchsische Schweiz” nach Bad Schandau und von Pirna bis zur Grenze der Tschechischen Republik bei Schmilka. Weitere Anlegestellen sind Loschwitz, Schloss Pillnitz, Pirna, Stadt Wehlen, Kurort Rathen, K├Ânigstein, Prossen, Bad Schandau und Krippen. Andere Schiffe der Flotte fahren flussabw├Ąrts von Dresden nach Radebeul, Diesbar, Meissen und Seusslitz.

Keine 10 Minuten von der Albert-Br├╝cke entfernt, liegen die ersten Dampfer der Wei├čen Flotte. Hier k├Ânnen Sie sich an Bord begeben und mit den historischen Schiffen die Elbe erkunden.

Der Staudengarten und Rosengarten am Neust├Ądter Elbufer

Am Neust├Ądter Elbufer in der N├Ąhe der Albertbr├╝cke befindet sich eine kleine Parkanlage, der Staudengarten und auch der Rosengarten.┬á Elbseitig wird er durch den tieferliegenden Elberadweg begrenzt, auf der elbabgewandten Seite verbindet die Wigardstra├če die beiden Platzanlagen.

Sowohl der Staudengarten als auch der benachbarte Rosengarten geh├Âren zum K├Ânigsufer und stehen unter Denkmalschutz.

Veranstaltungen an der Albert-Br├╝cke

Die Barockbauten der Dresdner Altstadt und die unkonventionelle Neustadt sind auf jeden Fall ein Muss, aber lassen Sie sich nicht die lokalen Veranstaltungen an der Albertbr├╝cke entgehen.

Dresdner Flohmarkt

Ein Beispiel daf├╝r ist der Dresdner Flohmarkt, der jeden Samstag vom fr├╝hen Fr├╝hling bis zum sp├Ąten Herbst am gr├╝nen Ufer der Elbe unter der klassischen Br├╝cke stattfindet.┬áL├Âschen Sie das sch├Ąbige Image der Flohm├Ąrkte. Dresdens lange Liebesbeziehung zu Kunst und Kultur sorgt f├╝r exotische Funde und vielleicht sogar wertvolle Leckerbissen aus der Vergangenheit, die alle wundersch├Ân vor einer bezaubernden Kulisse liegen.

Besuchen Sie den Flohmarkt und finden Sie echte Sch├Ątze wie klassischen Schmuck, zarte Teel├Âffel, kleine Kristallgl├Ąser und gelegentlich sogar ein St├╝ck Meissener Porzellan. Alte Taschenmesser sind in H├╝lle und F├╝lle vorhanden, ebenso eine gro├če Auswahl an originalen Metallspielzeugen aus der Vorkriegszeit (einige noch in Originalverpackungen). Die Liste ist zu lang, um sie hier alle zu behandeln.

Es ist ganz einfach, dorthin zu gelangen. Vom Bahnhof Neustadt nehmen Sie die Stra├čenbahnlinie 6 in Richtung Niedersedlitz, drei Stationen bis Rosa-Luxemburg-Platz.┬áVerlassen Sie die Stra├čenbahn und laufen Sie ├╝ber die Albertbr├╝cke ├╝ber die Elbe. Werfen Sie beim ├ťberqueren einen Blick nach rechts und bewundern Sie in der Ferne die wundersch├Âne klassische Skyline der Altstadt und der Frauenkirche.

Karte zur Albertbr├╝cke