Albertbrücke Dresden

Die Albertbrücke ist einer der 3 Elbbrücken in der Dresdner Innenstadt. Sie ist die östliche der 3 ältesten Brücken von Dresden und ist für Kraftfahrzeuge und Straßenbahnen sowie Fußgänger offen und verbindet somit Dresden Neustadt mit dem Stadtteil Johannstadt über die Elbe.

Ihren Namen erhielt die Albertbrücke durch den zum Bau von 1975 – 1877 regierenden König Albert. Im April 1946 wurde die Albertbrücke in Brücke der Einheit umbenannt, erst nach der Wiedervereinigung am 03.10.1990 bekam sie wieder ihren ursprünglichen Namen.


Daten der Albertbrücke Dresden

BrückenartStraßenbrücke
Grund der ErrichtungElbe
OrtDresden
KonstruktionBogenbrücke
Anzahl der Brückenbögen14 (bei Normalwasserstand befinden sich an jedem Ufer fünf davon über Land)
BaumaterialSandstein; Geländer: Gusseisen
Länge der Brücke316 m
Breite der Brücke22,20 m
Lichte Weite31 m
Fahrzeuge pro Tagca. 13.800 Kfz, ca. 9.000 Radfahrer, Straßenbahn (Linie 6 und 13 mit ca. 23.000 Fahrgästen pro Tag)
Baubeginn14. Juni 1875
Eröffnung19. November 1877

Die Albertbrücke und ihre Geschichte

Der Bau der Brücke nach Plänen und unter der Leitung von Stadtbau-Oberingenieur Karl Manck begann am 14. Juni 1875. Am 19. November 1877 folgte die Einweihung als König-Albert-Brücke. Am 7. Mai 1945 wurden auf jeder Brückenseite drei Bögen gesprengt. Der Wiederaufbau mit verkleideten Stahlbetonbögen wurde im Juli 1946 abgeschlossen.

Albertbrücke um 1890
Albertbrücke um 1890

Am 14.6.1875 wurde mit dem Bau der Albertbrücke begonnen. Die Leitung des Baus hatte der Architekt und Stadtbau-Oberingenieur Karl Manck. Die Brücke wurde am 19.11.1877 fertiggestellt und mit dem Namen Albertbrücke eröffnet.

Erst im Jahre 1902 wurde durch Ernst Moritz Geyger der bekannte Bogenschütze, eine Bronzefigur am Neustädter Elbufer, erschaffen. Die überlebensgroße Bronzefigur (ein Denkmal für die Dresdner Bogenschützen) befindet sich am Neustädter Elbufer zwischen Albertbrücke und Carolabrücke. Die Statue des Bogenschützen geht auf die mittelalterliche Wehrverfassung zurück, bei der jeder wehrfähige Bürger zum Kriegsdienst, zur Stadtverteidigung und dementsprechend regelmäßig zur Übung im Waffenhandwerk verpflichtet war.

Am 7. Mai 1945, einen Tag vor Kriegsende, sprengte die Deutsche Wehrmacht auf jeder Seite der Elbe 3 Bögen der Albertbrücke. Dadurch sollte die Brücke für die Rote Armee unpassierbar werden.

Schon im Sommer nach Kriegsende begannen die Dresdner, die Trümmer der gesprengten Brückenbögen zu beräumen. Kurz darauf konnte eine kleine Behelfsbrücke aus Holz für Fußgänger errichtet und eröffnet werden. Dadurch war es im Januar 1946 wieder möglich von Dresden Neustadt in die Johannstadt zu gehen. Noch im gleichen Jahr wurden wieder alle Bögen der Augustusbrücke geschlossen und so konnte sie im Sommer 1946 unter den Namen Brücke der Einheit für den Verkehr freigegeben werden. Die Änderung des Brückennamens sollte allerdings kein Zeichen gegen die drohende Teilung Deutschlands sein, Grund dafür war die drei Monate zuvor erfolgte (nicht ganz freiwillige) Vereinigung von KPD und SPD.

1990 entschloss sich der Stadtrat, der Brücke wieder ihren ursprünglichen Namen zu geben. Seit dem ist und bleibt es die Albertbrücke.

Was ist an der Albertbrücke besonders?

Elbtreidler, auch Bomätscher genannt
Elbtreidler Relief (auch Bomätscher genannt)

Die Albertbrücke beeindruckt nicht nur durch ihr Erscheinungsbild und durch die damalige Baukunst, auf ihr lassen sich auch zahlreiche Kunstwerke entdecken. Auf dem Pfeiler in der Mitte verzieren stromaufwärts ein Porträt des König Albert und stromabwärts das Stadtwappen von Dresden die Albertbrücke. Diese Kunstwerke, die auch heute noch erhalten sind, wurden aus italienischem Carrara-Marmor gefertigt. Im Rahmen der Gestaltung des Königsufers in Dresden erschuf Edmund Moeller auf der Neustädter Seite ein zehn Meter langes Sandsteinrelief. Auf dem Relief sind Elbtreidler, auch Bomätscher genannt, zu sehen. Ein weiteres Relief zeigt das historische Flussleben. Es wurde 1936/1937 von Herrmann Alfred Raddatz geschaffen. Es ist 1,4 Meter hoch und 12 Meter breit.

Zustand der Albertbrücke

Albertbrücke
Albertbrücke heute

Die Zeit geht auch an einer Brücke nicht spurlos vorbei, so war die Sicherheit zeitweise nicht mehr gewährleistet. Besonders die Geländer der Brücke wurden immer unsicherer und unter der Brücke drohte teilweise der spröde Sandstein abzubrechen. Aus diesem Grund wurde beschlossen, die Geschwindigkeit auf der Brücke auf 30km/h zu begrenzen und die äußeren Geh- und Radwege zur Hälft zu sperren. 2013 wurden Schutzdächer eingerichtet, um die unter der Brücke führenden Radwege vor herabfallenden Steinen zu schützen.

Weitere Brücken in Dresden

Blasewitz-Loschwitzer Brücke (Blaues Wunder)

Eigentlich heißt das Blaue Wunder »Loschwitzer Brücke«, weil sie von Blasewitz über die Elbe in den Stadtteil Loschwitz führt. Der offizielle Name der Brücke wird aber kaum gebraucht. Zumal es eine wunderschöne Geschichte zum Blauen Wunder gibt

Waldschlößchenbrücke

Lange geplant und immer noch im Mittelpunkt von vielen Diskussionen, die Waldschlößchenbrücke verbindet die Radeberger Vorstadt mit Johannstadt.

Carolabrücke

Benannt nach Königin Carola von Wasa-Holstein-Gottorp (1833-1907), Gemahlin von König Albert. Die erste Brücke im Stil der Belle Époque wurde 1892-1895 nach Plänen von K. Manck und H. Klette errichtet.

Augustusbrücke

Die Augustusbrücke verbindet die Dresdner Altstadt mit der Neustadt auf der anderen Elbseite. Auf Altstädter Seite schließt sich die katholische Hofkirche mit dem Schlossplatz an. Auf Neustädter Seite liegt unmittelbar am Ende der Brücke das Reiterstandbild „Goldener Reiter“.

Marienbrücke

Die Marienbrücke verbindet Altstadt und Neustadt. Gebaut wurde sie zur Verstärkung der Nachbarbrücke, der Augustusbrücke, die nach einem Hochwasser wankte. Neben der Marienbrücke führt die einzige Eisenbahnbrücke im Zentrum Dresden über die Elbe und verbindet Hauptbahnhof mit dem Bahnhof in Dresden Neustadt.

Flügelwegbrücke

Die “Kaditzer Brücke”, so ihr offizieller Name, verbindet die Wohnviertel des Dresdner Westens mit Kaditz, Mickten und Übigau. Die gebräuchliche Bezeichnung Flügelwegbrücke ist streng genommen nur für den Bahndurchlass an der Hafenzufahrt des Flügelwegs vorgenommen worden Der Volksmund übertrug jedoch diesen Namen auf die in der Flucht des Flügelweges gelegene Elbbrücke, die offiziell als Kaditzer (Elb-)Brücke bezeichnet wurde.

Autobahnbrücke (mit Radwegen)

Die Autobahn Elbbrücke in Dresden gehört mit zur Bundesautobahn A4 und überquert beim Dresdner Stadtteil Kaditz die Elbe und das Vorland mit der B 6 nach Meißen und die Bahnstrecke Berlin–Dresden. Die 496 Meter lange Balkenbrücke wurde zwischen 1934 und 1935 als Abschnitt der Reichsautobahn Dresden–Chemnitz errichtet.